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Ist diese E-Mail echt? So erkennst du Phishing und gefälschte Wix-Mails

vor 4 Stunden
6 Min. Lesezeit

«Deine Website wurde deaktiviert.» – «Dein Abo ist abgelaufen.» – «Es gibt ein Problem mit deiner Website.»


Solche Nachrichten können ganz schön verunsichern. Besonders dann, wenn du deine eigene Website betreibst und auf keinen Fall möchtest, dass plötzlich etwas nicht mehr funktioniert.

Auch meine Kundinnen und Kunden fragen mich immer wieder: «Angela, ist diese E-Mail wirklich von Wix?»


Die Frage ist absolut berechtigt. Denn Betrugsversuche sehen nicht immer gleich aus. Manche E-Mails sind plump und leicht zu durchschauen. Andere sind professionell gestaltet und wirken täuschend echt. Und manchmal geht es nicht einmal um eine gefälschte Wix-Mail, sondern darum, dass jemand deine Identität missbraucht.


Genau das ist mir selbst passiert. Ich zeige dir, was vorgefallen ist, worauf du bei verdächtigen E-Mails achten solltest und was du tun kannst, um dich und deine Website besser zu schützen.



Wenn sich jemand als ich ausgibt …

Heute Morgen hat sich jemand per E-Mail als mich, Angela Mazumdar von AS Webdesign, ausgegeben. Die Person verwendete meinen Namen, mein LinkedIn-Profilbild und sogar meine Adresse.


Die Nachricht bezog sich konkret auf eine meiner eigenen Websites. Die angebliche «Angela» hatte einen veralteten Termin entdeckt und bot freundlich an, ihn zu aktualisieren. Ausserdem wollte sie gleich noch weitere Bereiche der Website überprüfen.

Besonders unheimlich: In der Signatur stand meine Adresse – allerdings mit einem ins Englische übersetzten Strassennamen. Dazu verwendete die Person eine Gmail-Adresse, die meinen Namen und meine Marke enthielt.


Die Nachricht wirkte persönlich, freundlich und hilfreich. Keine offensichtlichen Rechtschreibfehler, keine Drohung und kein typischer Satz wie «Klicke sofort hier».


Ein vertrauter Name, ein echtes Profilbild und persönliche Informationen beweisen nicht, dass eine E-Mail wirklich von dieser Person stammt.



Screenshot einer gefälschten E-Mail, in der sich eine unbekannte Person als Angela Mazumdar von AS Webdesign ausgibt.


Unterschiedliche Maschen, dasselbe Ziel

Mein Fall ist ein Beispiel für Identitätsmissbrauch: Jemand gibt sich als eine andere Person aus, um Vertrauen aufzubauen. Das kann mit einem kopierten Profilbild, einem bekannten Namen oder einer ähnlich aussehenden E-Mail-Adresse geschehen.


Bei Phishing versuchen Betrüger hingegen häufig, dich dazu zu bringen, vertrauliche Informationen preiszugeben oder Geld zu bezahlen. Dafür geben sie sich beispielsweise als Wix, ein Domain-Unternehmen, eine Bank oder einen Zahlungsanbieter aus.


Die Übergänge können fliessend sein. Persönliche Angaben machen eine gefälschte Nachricht glaubwürdiger. Und manchmal werden mehrere Maschen miteinander kombiniert.


Deshalb ist es wichtig, nicht nur nach bestimmten Rechtschreibfehlern oder verdächtigen Betreffzeilen Ausschau zu halten. Auch eine freundlich formulierte, personalisierte Nachricht kann betrügerisch sein.



Ist diese E-Mail wirklich von Wix?

Vielleicht kennst du solche Betreffzeilen bereits. Sie sollen dich verunsichern oder dazu bringen, möglichst schnell zu handeln:


  • «Deine Website wurde deaktiviert»

  • «Dein Wix-Abo ist abgelaufen»

  • «Deine Domain läuft heute ab»

  • «Zahlung fehlgeschlagen – aktualisiere deine Zahlungsdaten»

  • «Letzte Warnung: Deine Website wird gelöscht»

  • «Es gibt ein Problem mit deiner Website»

  • «Überprüfe dein Wix-Konto, um eine Sperrung zu vermeiden»


Solche Betreffzeilen können auf einen Betrugsversuch hindeuten. Sie sind aber allein kein Beweis dafür, dass eine Nachricht gefälscht ist. Auch echte Anbieter informieren über Abos, Rechnungen und technische Probleme.


Entscheidend ist, was in der Nachricht steht, von wem sie tatsächlich stammt und ob sich die Angaben unabhängig überprüfen lassen.


Nicht nur Wix ist betroffen: Auch gefälschte E-Mails zu ablaufenden Domains oder angeblich offenen Rechnungen sind im Umlauf. Die Cybercrimepolice.ch warnt in diesem Beitrag vor solchen Phishing-Maschen. Wenn du eine eigene Website betreibst, lohnt sich ein Blick darauf!


1. Prüfe die vollständige Absenderadresse

Lass dich nicht nur vom angezeigten Namen oder Profilbild täuschen. Öffne die Absenderdetails und prüfe die vollständige E-Mail-Adresse.


Wix verwendet verschiedene offizielle Absenderadressen. Dazu gehören unter anderem:


  • @wix.com

  • @wixanswers.com

  • @wixsiteverifications.com

  • @wixinvoices.com

  • @wix-domains.com


Achte auf kleine Schreibfehler, zusätzliche Wörter oder ungewöhnliche Domain-Endungen. Eine Adresse wie wix-support-team@gmail.com stammt beispielsweise nicht von der offiziellen Wix-Domain.


Diese Liste ist nicht vollständig. Und selbst wenn eine Adresse auf den ersten Blick offiziell aussieht, solltest du bei unerwarteten Forderungen vorsichtig bleiben.



2. Öffne Wix direkt – nicht über den E-Mail-Link

Wenn du unsicher bist, klicke nicht auf den Link in der Nachricht. Öffne stattdessen wix.com direkt in deinem Browser und melde dich an.


Prüfe dort, ob tatsächlich ein Problem mit deinem Abo, deiner Website oder einer Zahlung vorliegt.


Achte auch bei Domain-Rechnungen darauf, wer deine Domain verwaltet. Nicht jede Domain wird bei Wix bezahlt. Kontrolliere offene Rechnungen immer direkt beim zuständigen Anbieter.




3. Vergleiche die Nachricht mit den offiziellen Hinweisen

Wix erklärt in seinem Hilfeartikel, woran du Phishing erkennst und wie du verdächtige Nachrichten melden kannst.




Was du bei einer verdächtigen E-Mail tun solltest

Mein wichtigster Tipp ist ganz einfach: Klicke gar nichts an. Wirklich nichts.

Auch keinen Abmeldelink! Selbst wenn eine Nachricht wie ein gewöhnlicher Newsletter aussieht, kann der Link zu einer betrügerischen Website führen oder bestätigen, dass deine E-Mail-Adresse aktiv genutzt wird.


Wenn dir eine Nachricht verdächtig vorkommt:

  1. Nichts anklicken: Öffne keine Links, Schaltflächen oder Anhänge.

  2. Nicht antworten: Versuche nicht, über die Nachricht herauszufinden, wer dahintersteckt.

  3. Direkt überprüfen: Öffne die offizielle Website des Anbieters selbst und kontrolliere dein Konto.

  4. Melden: Nutze die offizielle Meldestelle des betroffenen Anbieters und dem BACS oder der passenden Meldestelle.

  5. Als Phishing melden: Nutze die entsprechende Funktion in deinem E-Mail-Programm. Damit hilfst du, ähnliche Nachrichten künftig besser zu erkennen.

  6. Danach löschen: Bewahre die E-Mail auf, solange du sie für eine Meldung oder Anzeige benötigst.



Wo kannst du Phishing und Identitätsmissbrauch melden?

Ich finde, solche Nachrichten sollte man nicht einfach löschen und vergessen. Meldungen können helfen, Betrugsversuche sichtbar zu machen und andere Menschen zu warnen.



Wenn die E-Mail angeblich von Wix stammt

Leite sie an reportphishing@wix.com weiter. Wix empfiehlt, die vollständigen technischen E-Mail-Kopfzeilen beizufügen. Wie du diese findest, erklärt der offizielle Wix-Hilfeartikel zu Phishing.


Wenn sich jemand als Wix Partner ausgibt, kannst du die angegebene E-Mail-Adresse zusätzlich über das offizielle Wix Partner-Verifizierungstool überprüfen.

Öffne die Prüfseite selbst, statt einen Link aus der verdächtigen Nachricht anzuklicken.



Beim Bundesamt für Cybersicherheit (BACS)

In der Schweiz kannst du verdächtige E-Mails und andere Cybervorfälle über das Online-Meldeformular des BACS melden. Weitere Informationen und Tipps findest du auf der BACS-Seite zu Phishing.


Du kannst verdächtige Phishing-E-Mails ausserdem an reports@antiphishing.ch weiterleiten.

Ich würde solche Nachrichten auf jeden Fall melden – auch wenn ich keine persönliche Antwort erwarte. Das BACS hat mir erklärt, dass Meldungen helfen, aktuelle Betrugsmuster zu erkennen und die Bevölkerung gezielt zu sensibilisieren.



Eine weitere hilfreiche Anlaufstelle ist Cybercrimepolice.ch. Die Kantonspolizei Zürich veröffentlicht dort Warnungen zu aktuellen Gefahren im Internet. Über die Website können auch Hinweise auf neue Betrugsmaschen gemeldet werden.


Die Polizei hat mir diese Website bei meinem Gespräch ausdrücklich empfohlen. Ich finde es wichtig, solche Anlaufstellen weiterzugeben, damit du dich über aktuelle Betrugsversuche informieren kannst.



Wenn jemand deine Identität missbraucht

Wenn jemand deinen Namen, dein Foto oder dein Profil verwendet, um sich als dich auszugeben, solltest du den Vorfall bei der jeweiligen Plattform melden. Bitte gegebenenfalls auch andere Personen, das gefälschte Profil zu melden. Melde die Person auch zusätzlich an den oben erwähnten Stellen wie die BACS.


Je nach Situation ist zudem eine Strafanzeige sinnvoll. Ich habe das in meinem Fall gemacht.



Gib deinem Wix Partner nur die nötigen Rechte

Wenn du mit einer Webdesignerin, einem Webdesigner oder einer anderen externen Person zusammenarbeitest, musst du niemals deine eigenen Zugangsdaten weitergeben.


Wix bietet verschiedene Mitbearbeiterrollen. Damit kannst du festlegen, welche Bereiche einer Website jemand verwalten darf.


Gib einer Person, die du nicht kennst oder der du nicht vertraust, nicht leichtfertig die Rolle «Admin (Miteigentümer)». Diese Rolle verfügt über weitreichende Berechtigungen.


Je nach Aufgabe reichen eingeschränktere Rollen, beispielsweise für die Website-Bearbeitung oder -Verwaltung. Welche Berechtigungen sinnvoll sind, hängt davon ab, welche Arbeiten die Person erledigen soll.




Kannst du deine eigene E-Mail-Domain schützen?

Wenn du eine eigene Domain und eine geschäftliche E-Mail-Adresse hast, gibt es zusätzliche technische Schutzmöglichkeiten. Dazu gehören SPF, DKIM und DMARC.


Diese Einstellungen helfen empfangenden Mailservern zu prüfen, ob eine E-Mail über einen autorisierten Server versendet wurde. Sie können dabei helfen, gefälschte Nachrichten zu erkennen, die scheinbar von deiner eigenen Domain stammen.


Sie verhindern allerdings nicht jeden Identitätsmissbrauch. Jemand kann weiterhin deinen Namen und dein Profilbild verwenden oder eine ähnlich aussehende Gmail-Adresse erstellen – wie in meinem Fall.


Wenn du deine E-Mail-Domain besser schützen möchtest, findest du hier passende Wix-Anleitungen:


Welche Einstellungen nötig sind, hängt davon ab, wo deine Domain verwaltet wird und über welchen Anbieter du E-Mails versendest. Ändere DNS-Einträge deshalb nicht einfach auf Verdacht.



Du hast bereits auf einen Link geklickt?

Keine Panik. Entscheidend ist, was du danach gemacht hast.


Passwort eingegeben? Ändere es sofort. Falls du es auch für andere Konten verwendest, ändere es dort ebenfalls.


Wix-Zugangsdaten preisgegeben? Wenn du deine Zugangsdaten auf einer verdächtigen Website eingegeben hast, ändere sofort dein Wix-Passwort. Aktiviere zusätzlich die Zwei-Schritt-Verifizierung und prüfe, ob unbekannte Personen Zugriff auf deine Website haben. Entferne solche Zugänge umgehend.


Kreditkartendaten angegeben oder Geld überwiesen? Kontaktiere sofort deine Bank oder deinen Kartenanbieter.


Eine Datei heruntergeladen und geöffnet? Wenn dir etwas ungewöhnlich vorkommt, prüfe dein Gerät auf Schadsoftware.


Bewahre die verdächtige E-Mail und wichtige Informationen zum Vorfall auf, solange du sie für eine Meldung oder Anzeige benötigst. Weitere Hinweise findest du beim BACS und im Wix-Hilfeartikel zu Phishing.



Pass gut auf dich und deine Website auf!

Und denk daran: Wenn dir eine E-Mail verdächtig vorkommt, nimm dir lieber einen Moment Zeit, um sie zu überprüfen, bevor du auf etwas klickst.

Benötigst du Hilfe bei deiner Wix Website?

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Bitte kontaktiere mich schriftlich per E-Mail oder über das Kontaktformular. Telefonate sind ausschliesslich nach vorheriger Terminvereinbarung möglich und können nicht spontan oder kurzfristig eingeschoben werden.

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Angela Mazumdar (ehem. Stücklin)

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